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Kurzfassung: Ein Militärpilot sah über einem sensiblen Uebungsraum nahe Eglin Air Force Base ein graues, kegelförmig wirkendes Objekt und nahm zwei Standbilder auf. AARO verglich sie mit Fluggeometrie, Sonnenstand und einem kommerziellen Beleuchtungsballon.

Die Beobachtung im Uebungsraum

Am 26. Januar 2023 meldete ein Militärpilot nahe der Eglin Air Force Base in Florida mehrere mögliche Objekte in einem gesperrten Uebungsraum. Eines davon sah er selbst und fotografierte es mit dem elektrooptischen und Infrarotsensor des Flugzeugs. Er beschrieb es als grau, rundlich und oben wie einen abgerundeten Kegel. In der Mitte habe es orange-rot gewirkt.

Die Beobachtung war für die Besatzung relevant, weil sie in einem Trainingsgebiet stattfand und ein Flugsicherheitsrisiko bedeuten konnte. Das macht sie zu einer echten und nachvollziehbaren Meldung. Es macht aus dem Objekt aber noch keine außergewöhnliche Technologie.

Ein Bild ist nicht das ganze Messpaket

Der Pilot meldete auch einen Radarausfall, als er sich dem Objekt näherte. Die spätere technische Prüfung fand jedoch, dass derselbe Schutzschalter in den Monaten zuvor mehrfach ausgelöst hatte. AARO bewertet die Störung daher als wahrscheinlich unabhängig vom beobachteten Gegenstand.

Ein Video existiert nicht, weil die Aufzeichnungstechnik des Flugzeugs bereits vor dem Flug nicht funktionierte. Das begrenzt den Fall. Für das sichtbare Objekt blieben zwei Bilder, die Sichtbeobachtung, Flugzeugdaten und die rekonstruierbare Position von Sonne und Beobachter.

Die naheliegende Erklärung

AARO verglich diese Daten mit großen, kommerziell erhältlichen Beleuchtungsballons. Solche Ballons werden etwa bei Baustellen, Dreharbeiten und Veranstaltungen eingesetzt. Sie können aus zwei unterschiedlich reflektierenden Hälften bestehen: oben dunkel, unten hell. Je nach Sonne, Wolken und Blickwinkel kann das im Infrarotbild wie eine auffällige Zweiteilung oder innere Wärmequelle wirken.

Die Behörde führte Vergleichstests durch und rekonstruierte Blickwinkel und Sonnenstand. Bewegung und Richtung passten zudem zum Wind. Ihr Ergebnis lautet deshalb: sehr wahrscheinlich ein gewöhnlicher leichter-als-Luft-Gegenstand, mit mittlerer Sicherheit genauer als Ballon eingeordnet. Aus den vorliegenden Daten wurde keine anomale Bewegung bestätigt.

Was offen bleibt

Die Fallakte bestimmt nicht, wem das Objekt gehörte. Auch die anderen drei anfangs auf Radar gemeldeten Objekte konnten nicht mit Bildern abgeglichen werden. Gerade diese Grenzen stehen im Bericht. Der dokumentierte Kernfall bleibt trotzdem lehrreich: Ein ungewöhnliches Aussehen, ein Sensorbild und eine zeitgleiche Störung sind noch keine gemeinsame Ursache.

Bestätigte Fakten

  • Der Vorfall ereignete sich am 26. Januar 2023 nahe Eglin Air Force Base.
  • Es liegen zwei EO/IR-Standbilder, Radarangaben und die spätere Aussage des Piloten vor; eine Videoaufzeichnung existiert nicht.
  • AARO prüfte Bildmaterial, Sichtgeometrie, Sonnenstand und Vergleichstests mit einem kommerziellen Beleuchtungsballon.

Berichtete Beobachtungen

  • Der Pilot beschrieb ein graues, rundes Objekt mit kegelförmigem Oberteil und einer orange-roten Mitte.

Umstrittene Claims

  • Ein zeitgleicher Ausfall des Flugzeugradars belegt keinen Einfluss des Objekts.

Bekannte Erklärungen

  • AARO bewertet das beobachtete Objekt mit mittlerer Sicherheit als großen Ballon oder ein anderes leichter-als-Luft-Objekt.

Offene Fragen

  • Die drei weiteren anfangs auf Radar gemeldeten Objekte konnten wegen fehlender Bilddaten nicht untersucht werden.

Quellen

  1. Case: Eglin UAP - Case Resolution
    All-domain Anomaly Resolution Office, U.S. Department of Defense · official-report · tier-1