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SETI@home fand über seine Laufzeit unzählige kleine Auffälligkeiten im kosmischen Rauschen. Das klingt spektakulär, ist aber der normale Anfang einer großen Suche. Ein Treffer bedeutet zunächst nur: Dieser Datenabschnitt sollte genauer angesehen werden.

Warum es so viele Treffer gibt

Die Suche sollte auch schwache oder ungewöhnliche Signale nicht übersehen. Deshalb meldete die Software lieber zu viele als zu wenige mögliche Muster. So entstanden rund zwölf Milliarden technische Detektionen. Keine zwölf Milliarden Nachrichten. Kurze Auffälligkeiten in Daten.

Viele solcher Treffer lassen sich durch Rauschen, Satelliten, Radar oder andere Funkquellen erklären. Erst nachdem ähnliche Treffer zusammengeführt und Störungen aussortiert wurden, blieb eine viel kleinere Auswahl übrig.

Noch einmal hinschauen

Rund 100 dieser Fälle wurden für neue Beobachtungen mit dem FAST-Radioteleskop ausgewählt. Die Idee ist schlicht: Ein wirklich interessanter Kandidat sollte sich unter passenden Bedingungen erneut zeigen oder zumindest genauer einordnen lassen.

Die Nachbeobachtungen sind der langsame Teil einer langen Suche. Sie sind keine Liste bestätigter Signale. Sie zeigen, wie aus einer großen Datenmenge Schritt für Schritt wenige Fragen werden, die eine weitere Beobachtung wert sind.

Primärquellen

  1. SETI@home: Data Acquisition and Front-End Processing
    The Astronomical Journal · peer-reviewed-paper · tier-1
  2. SETI@home: Data Analysis and Findings
    The Astronomical Journal · peer-reviewed-paper · tier-1
  3. For 21 years, enthusiasts used their home computers to search for ET. UC Berkeley scientists are homing in on 100 signals they found.
    Berkeley News · institutional-announcement · tier-1

Weitere Quellen

  1. SETI@home
    University of California, Berkeley · institutional-announcement · tier-1